Die Elemente des IKG-Modells

Integrales Kompetenzmodell

Gesundheitsmodell - Kompetenzmodell

Kompetenzen bilden das erste wesentliche Element innerhalb dieses Gesundheitsmodells. Die für die psychische Gesundheitsentwicklung notwendigen Kompetenzen sind nach einem integralen Modell strukturiert. Sich ändernde Lebensanforderungen sind Auslöser für die Weiterentwicklung bestimmter Kompetenzen.

Kompetenzen sind wechselseitig voneinander abhängig. Insgesamt werden 18 Kompetenzen der psychischen Gesundheitsförderung unterschieden, zugeordnet zu den 4 Quadraten

„Individuell Innen und Außen“ – Bewusstseins- und  Verhaltensbereich sowie

„Kollektiv Innen und Außen“ – Kultur- und Systembereich.

Stufen der Selbstentwicklung

Gesundheitsmodell - Selbststufen

Entwicklungsaufgaben ergeben sich aus den Lebensanforderungen je nach Lebensalter des betreffenden Menschen. Vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter haben wir bestimmte Fähigkeiten zu erlernen. Diese bauen aufeinander auf und bedingen sich als notwendige Voraussetzung für die weiteren Stufen.

Dabei verändert und aktualisiert sich im Rahmen der sogenannten Identitätsbildung laufend die Vorstellung von uns Selbst. Durch Wachstum und Bewusstseinsentwicklung werden

– immer vielfältigere Perspektiven auf das Leben möglich,

– unser Verständnis von Ganzheitlichkeit nimmt zu,

– der Handlungsspielraum und unsere eigenen Bewältigungsstrategien erweitert.

In meinem Modell unterscheide ich grundsätzlich verschiedene Selbststufen, Entwicklungsaufgaben und -ziele.

Bedürfnisfelder

Gesundheitsmodell - Bedürfnisebenen

Ein weiteres Element dieses Gesundheitsmodells bildet die Bedürfnisstruktur des Menschen. Dafür wurden die Bedürfnisse 12 sogenannten Bedürfnisfeldern zugeordnet.

Jeweils 3 Bedürfnisfelder bilden eine Kategorie der körperlichen, seelischen und sozialen sowie der transpersonalen Bedürfnisse.

Bedürfnisse können als Zustand oder Erleben eines Mangels definiert werden, verbunden mit dem Wunsch, diesen zu beheben  (Dorsch Lexikon Psychologie).

Diese Definition erweitere ich wie folgt: Je mehr Bedürfnisse der Mensch bewusst integrieren und über eine längere Zeit leben kann, steigt das Gefühl von Vollständigkeit und Wohlbefinden und damit die psychische Gesundheit.

Bewältigungsstrategien -

Lebensanforderungen mittels Potentialen erfüllen

Lebensanforderungen Potentiale einfach

Zentral in der Arbeitswelt eines Mitarbeiters und einer Führungskraft ist die Bewältigung von äußeren und inneren Lebensanforderungen mittels eigener Potentiale, die ihm zu Verfügung stehen. Gesundheit entsteht, wenn im Leben des betreffenden Menschen diese Bewältigung von Lebensanforderungen häufig erfolgreich gelungen ist und so ein immer stärkere Selbstüberzeugung wächst, dass Probleme lösbar sind (Selbstwirksamkeitserwartung). Nicht-bewältigbare Lebensanforderungen erlebt der Mensch als negativ bewerteten Stress.

Die Summe der Lebenserfahrungen bildet somit einen Speicher an Lösungsstrategien. Je vielfältiger und häufiger diese genutzt werden, umso mehr Selbstvertrauen erwächst und der Mensch wird resilient und psychisch gesund.

Eine Veränderung im Umfeld kann als direkte Aufforderung zur Neuausrichtung und Anpassung an die Anforderungen gesehen werden. Da dies permanent geschieht, wird das Thema der Selbstentwicklung immer drängender im beruflichen Kontext.